Spielleitplanung
Kinder + Jugendliche = Stadtplanung, und das geht?!?
Spielleitplanung in Langen
Welcher Kletterbaum zwischen Langen und Debstedt ist wichtig? Wo haben es Kinder schwer, die Straßen sicher zu überqueren? Gibt es in Langen und Debstedt Stellen, wo Kinder und Jugendliche immer wieder Konflikte oder Angst haben? Mit diesen und ähnlichen Fragen haben sich 2006 mehr als 500 Bürgerinnen und Bürger zwischen 0 und 99 Jahren, die Politik und die Verwaltung der Stadt Langen im Rahmen der Spielleitplanung Langen-Debstedt beschäftigt.
Mitbauaktion Spielplatz Heidacker
Mit Unterstützung durch ein kompetentes Planerteam aus Dortmund und Bremerhaven haben von April bis Dezember 2006 Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrer, Erzieher und engagierte Bürger gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadt Langen die Grundlagen zur Entwicklung des Spielleitplanes für die Ortschaften Langen und Debstedt erarbeitet. Damit ist Langen die erste Stadt in Niedersachsen, die die Idee der Spielleitplanung, die in Rheinland-Pfalz entwickelt und erprobt worden ist, umgesetzt und die Experten gefragt hat, wenn es um die Interessen von Kindern und Jugendlichen geht: die Kinder und Jugendlichen selbst! Verschiedene Beteiligungsbausteine legten erfolgreich den Grundstein dafür, dass der Rat der Stadt Langen in seiner Sitzung vom 18.12.2006 den Spielleitplan für die Ortschaften Langen und Debstedt beschließen konnte. Der Spielleitplan besteht aus einer planerischen Darstellung aller für Kinder und Jugendlichen wichtigen Spiel-, Erlebnis- und Aufenthaltsbereiche und einer Liste von Verbesserungspotenzialen sowie einer umfangreichen Dokumentation des Prozesses.
Bürgerbeteiligung – ein oft und gerne benutztes Schlagwort, das im Rahmen der Spielleitplanung 2006 in Langen Wirklichkeit geworden ist. Das Starterprojekt, die Planung und der Bau des Spielplatzes im Baugebiet Heidacker, konnte mit großartiger Unterstützung durch die dort lebenden Bewohner umgesetzt werden. In einer Planungswerkstatt und zwei Mitbauwochenenden kamen weit über 30 Kinder und Erwachsene und planten und gestalteten „Ihren“ Spielplatz „Spielacker“ mit Unterstützung durch die Planer. Viele Ideen konnten so von Anfang an berücksichtigt werden und durch Tatkraft und Spenden von Pflanzen konnte ein Spielplatz gebaut werden, für den die zur Verfügung stehenden Geldmittel andernfalls niemals ausgereicht hätten.
